Geiz und Cleverness
Geiz und Cleverness
Aus Washington kommt die Geschichte
von der ich heute hier berichte:
Die Millionärin Linda Shank
betrat des Ortes wichtigste Bank.
Der Bankbesitzer William Frey
eilte bücklingmachend gleich herbei.
"Wir sind zu Diensten, was darf es sein ?,
kommen Sie in mein Büro herein !"
"Ich brauch' fünftausend Dollar auf die Hand,
für einen Flug in ein fernes Land.
Nach zehn Tagen wird es geschehen,
dass Sie Ihre Dollar wiederseh'n !"
"Machen Sie sich nur keine Sorgen,
das Geld werde ich Ihnen borgen,
aber Sie wissen doch damit Bescheid,
leider brauch' ich eine Sicherheit !"
"Mein teurer Wagen steht vor der Tür,
ich lasse ihn zur Sicherheit hier !"
"Ihrem Auto wird nichts geschehen,
es wird in der Garage stehen !"
Die Summe wurde zurückgezahlt,
der Bankbesitzer hat gestrahlt.
"Leider kann ich es nicht verstehen,
Unsummen auf ihrem Konto steh'n ?"
"Hören Sie einmal zu, Herr Frey,
ein besond'rer Vorteil war dabei.
Zwölf Dollar die Zinsen betragen,
darüber gibt es nichts zu klagen.
Das teure Parken in dieser Stadt
habe ich bereits seit langem satt.
Herzlichen Dank ich ihnen sage,
billiger ist Ihre Garage !"
© Karl-Heinz Fricke 1.12.2010

